Devisenhandel – Fachbegriffe einfach erklärt

Die Funktionsweise des Devisenhandels ist ein komplexer Vorgang und mit vielen Fachbegriffen gespickt. Wer sich hier nicht auskennt, steht auf verlorenem Posten. Wer in den Forex Handel einsteigen möchte, sollte sich deshalb vorab mit den wichtigsten Begriffen vertraut machen. Wer allerdings direkt an der Forex handeln möchte, braucht dazu einen Broker. Unter anderem wird in diesem kleinen Glossar erklärt, wie der Broker arbeitet und wie er sein Geld verdient.

Foreign Exchange Market (Forex)

Devisenhandel Begriffe

Das ist der englische Begriff für den Devisenmarkt. Diese Zahlungsmittel in fremder Währung (Devisen) werden im Interbankenmarkt gehandelt. Hier unterscheidet man generell zwei Handlungsarten – Kassa oder Termingeschäft. Wenn mit Kassa gehandelt wird, beträgt die Fälligkeit des Geschäfts zwei Bankentage. Bei einem Termingeschäft sind es mehr als zwei Bankentage.

Hebel oder Leverage genannt

Bei Aktien oder Optionen kann der Anleger bereits mit einigen hundert Euro handeln – nicht so auf dem Devisenmarkt. Hier betragen die Mindesthandelsgrößen ungefähr 10.000 Euro. Nicht viele Anleger wollen diese hohe Summe investieren oder haben sie schlichtweg nicht zur Verfügung. Hier kommt der Broker ins Spiel. Er stellt dem Anleger den Hebel zur Verfügung, was einem Kredit gleichkommt. Dieses Kapital, das der Broker dem Anleger zur Verfügung stellt, ist um etliches höher als sein eingesetztes Eigenkapital. In der Regel sind Hebel in der Größenordnung bis zu 400:1 möglich. Das heißt, der Broker leiht dem Anleger ein Kapital, das um das 400-fache höher ist als sein eingesetztes Kapital.

Margin

Als Margin versteht man eine Sicherheitsleistung. Diese Margin ist das Kapital, das der Anleger einsetzt. Nur wenn er diese stellt, bekommt er vom Forex Broker eine Leverage geliehen und kann am Devisenmarkt spekulieren. Kleinere Verluste können nun somit vom Anleger getragen werden. Margin und Hebel sind also voneinander abhängig und immer miteinander verbunden. Diese beiden Komponenten ergeben immer 100. Diese Margin kann bei jedem Broker unterschiedlich sein. Diese Prozentzahl, zum Beispiel 0,5 Prozent, wird von dem geliehenen Betrag berechnet. Zu beachten ist – je kleiner das Margin, desto größer der Hebel. Damit sind größere Gewinne, aber auch größere Verluste möglich.

Margin Call

Eine so genannte Nachschusspflicht für den Anleger gibt es nicht mehr. Vielmehr liegt es in seiner eigenen Entscheidung, ob er mehr Margin zur Verfügung stellen will oder nicht. Früher war es Pflicht, dass der Anleger die vorübergehenden Kursverluste mit seinem Eigenkapital abdecken musste. Heutzutage ist es anders. Falls sich die Kurse so negativ entwickeln, dass die gestellte Margin gerade noch ausreicht, sendet der Forex Broker dem Anleger eine Margin Call. Dieses Alarmsignal zeigt, dass die gestellte Margin die aktuellen Verluste der Währungsposition noch abdeckt. Bewegen sich die Kurse allerdings noch weiter in die falsche Richtung, reicht die Margin nicht mehr aus. Reagiert der Anleger auf diese Margin Call nicht, schließt der Forex Broker sofort diese Position. Andererseits hat der Anleger auch die Möglichkeit, die Margin zu erhöhen. Diese Margin Call hat den Zweck, dass keinesfalls die Verluste des Anlegers höher sind als sein eingesetztes Kapital.

Spread

Wenn die Nutzung des Handelskontos und der Handelsplattform kostenlos ist, erhält der Broker seinen Verdienst in Form von Spreads, die auch als Geld-Brief-Spanne bezeichnet wird. Hier werden vom Forex Broker zu jedem Devisenkurs zwei verschiedene Kurse gestellt, den Ankauf- und Verkaufskurs. Kauft der Anleger eine Fremdwährung, zahlt er einen höheren Preis, das wird als Briefkurs bezeichnet. Wenn er die Währung an den Broker verkaufen möchte, erhält er dafür etwas weniger, das ist der Geldkurs. Die daraus entstehende Spanne ist der Verdienst des Brokers und wird als Spread bezeichnet.

Risikohinweis: Forex, Aktienhandel und CFDs sind gehebelte Produkte. Sie sind mit einem hohen Risiko verbunden und sind daher nicht für jeden Anleger geeignet, da Ihr Kapital in gefahr sein könnte. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie alle Risiken verstehen.

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